MAAR: Kreation einer Renaissance-Kollektion

Von Ingrid · 0 Kommentare

 

Beim durchstöbern der Bilder meiner Facebookfreunden ist mir ein Album besonders aufgefallen. Es handelte sich um ein Lookbookshooting einer Maturaarbeit (kurz MAAR) von Aleksandra Micic. In ihrer Arbeit hat sich Aleksandra mit dem weiblichen Kleidungsstil der Renaissance beschäftigt und versuchte diesen neu zu erfinden und für die heutige Zeit tragbar zu machen. Im folgenden kurzen Interview erzählt sie von ihren Erfahrungen, die sie während der Arbeit gemacht hat.

Wie bist du dazu gekommen solch eine Arbeit zu machen?
Da ich mich schon seit langer Zeit für die Welt der Mode interessiere und selbst viel Wert auf meine Kleidung lege, dachte ich mir einfach, mal selbst Kleider zu entwerfen.  Ich konnte mich noch nie von meinen alten Kleidern trennen und so kam ich auch auf die Idee, aus gebrauchtem Material etwas Neues zu schaffen. Mit Hilfe meines Skizzenbuchs, indem ich meine Ideen skizzierte, wurde schnell ersichtlich, was mich inspirierte: Kragen, Verzierungen und Unterhemden. Dabei stellte ich fest, dass diese Elemente die Kleidung der Renaissance stark prägten und somit entschied ich mich eine Renaissance-Kollektion anhand von Secondhandkleidern zu kreieren. Meine Maturaarbeit sollte aber auch zeigen, dass Secondhankleider eine perfekte und preiswerte Alternative zu teuren Markenklamotten sein können, denn auch aus gebrauchten Kleidern kann man etwas Modisches herausholen.

Warum sollte es genau die Epoche der Renaissance sein?
Die Renaissance schien mir perfekt, denn ich habe mich während meiner Maturaarbeit hauptsächlich für Schnickschnack, schnörkeligen Verzierungen, auffallenden Unterhemden, sowie Kragen interessiert. Zudem wollte ich im Rahmen meiner Arbeit alte Modestrukturen mit neuen verbinden. Ich wollte mich intensiv mit der modischen Entwicklung beschäftigen und diese Erkenntnisse mit dem gegenwärtigen Modeverständnis verbinden. Die Renaissance schien mir einfach perfekt dafür.

Du hattest noch keine Schneidererfahrungen: wie hast du es trotzdem geschafft deine Kleider zu kreieren?
Ja, das ist eine gute Frage (lacht). Der Schwerpunkt meine Arbeit lag eben darin, mich in diesem völlig unbekannten Bereich des Mode Kreierens einzuarbeiten. Die Welt des Designs war wortwörtlich ein unbeschriebenes Blatt. Doch mit genügend Ehrgeiz und hilfreichen Tips meiner Mutter habe ich es dennoch irgendwie geschafft. Ungemein überrascht war ich, wie ich mit zunehmend sichtbaren Fortschritten immer schneller voran kam und eine Routine entwickelte, die mir Freude bereitete.

Die entstandene Bilder hast du selbst gemacht: was kannst du zu der Location und der Modelwahl erzählen?
Um meine Arbeit zu perfektionieren, entschied ich noch zusätzlich ein Album als Ergänzung der Kollektion zu erstellen. Für das Fotoshooting brauchte ich jedoch das nötige Material. ich habe mir eine Studioanlage von einem guten Freund ausgeliehen und konnte somit die Location suchen, Ich hatte zum einen, meine Garage, in der ich weisse Leintücher aufhing und zum anderen ein Café (Café Mitte) in Basel, in dem ich oft etwas trinken war. Diese Location ähnelte einer Behausung von Wohlhabenden während der Renaissance. Ich wusste, dies würde meinen Bildern einen Hauch des damaligen Zeitgeistes verleihen und dementsprechend würden die Kleider durch das Zusammenspiel mit dem Hintergrund eine perfekte Stimmung übermitteln. Bei der Modelwahl brauchte ich nicht lange, denn meine Schwester ist Model und sie schien mir einfach perfekt für mein Shooting. Ich hatte es somit auch einfacher, denn sie war mein Versuchskaninchen und ich konnte sie jeder Zeit rufen, um meine Kleider zu probieren.

Wie sehen deine Zukunftspläne aus?
Durch diese neue Erfahrung kann ich mir sogar eine berufliche Zukunft als Modedesignerin oder Fotografin vorstellen, denn ich konnte mir zum ersten Mal die Zeit nehmen mich damit intensiv zu beschäftigen.

 

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