Über die hasserfüllten, beleidigenden Kommentare: Haters make you famous!

Von Tamara · 2 Kommentare

Bloggerin zu sein, ist für mich nebst dem Alltag ein wundebares Hobby und eine tolle Abwechslung zugleich. Ich befasse mich mit Themen, die mich interessieren und teile meine Meinungen, Funde und Berichte mit unseren Lesern. So schön die Bloggerwelt auch sein mag, so birgt sie auch ihre negativen Seiten. Und manchmal ist es gar nicht so einfach, mit ihnen umzugehen.
Es wäre zum Beispiel logisch, anzunehmen, dass man mit seinen Beiträgen eine Gruppe Leute anspricht, die sich für ähnliche Themen interessieren und die Freude daran haben, die Posts zu lesen. Die die Arbeit eines Bloggers schätzen und dessen Ergebnisse als eine anregende und vergnügliche Unterhaltung sehen. Doch leider sieht die Wirklichkeit anders aus. Die schönen und guten Momente, die liebevollen Leser – all dies wird immer wieder durch hasserfüllte Kommentare überschattet. Meistens grundlos und bösartig, sammeln sich die Beschimpfungen auf den Blogs an.

Haters gonna hate
Es sind die sogenannten Hater, die auf verschiedensten Platformen, Blogs und Foren ihr Unwesen treiben. Ihr Markenzeichen: Leute gezielt und möglichst nachtragend zu verletzen. Sich besser darzustellen und von den eigenen Fehlern und Misserfolgen abzulenken. Es werden Kommentare verfasst, die jenseits von konstruktiver Kritik stehen und sich meistens überhaupt nicht auf einen bestimmten Beitrag beziehen, sondern auf das Opfer im Allgemeinen [und mit Opfer meine ich hier die betroffenen Personen]. Kommentare wie „Du bist doch hässlich“ oder „Wir vermissen dein altes Ich, dein neues Ich ist scheisse und langweilig“ sind praktisch noch harmlos und können trotzdem sehr verletzten wirken. Natürlich sind sich die Hater dessen stets bewusst, denn genau das ist auch ihr Ziel.

Warum?
Schwierig einzusehen für Betroffene, doch eigentlich sehr einleuchtend, ist der Grund für ein solches Verhalten. Überall wo es Erfolge gibt, gibt es auch Hater. Personen, die andere Personen darum beneiden, etwas erreicht zu haben, das sie selbst nicht erreicht haben und es doch gerne hätten. Personen, die einem den Erfolg einfach nicht gönnen können.

Hater vs. Konstruktiv
Es gibt zweierlei „negativer“ Kommentare. Einerseits die negativen/brauchbaren, anderseits die negativen/unbrauchbaren. Konstruktive Kritik – und das entspricht meiner Meinung – ist immer herzlich willkommen. Der Kommentar ist nicht böse gemeint, sondern deutet viel mehr auf mögliche Fehler oder Verbesserungsvorschläge hin, auch auf Wünsche der Leser. Es hilft dem Verfasser, auch auf diese Wünsche seiner Leser eingehen zu können, und den Blog damit vielleicht sogar zu verbessern. Eine win-win-Situation also!
Hater-Kommentare sind dagegen zu 99% Anonym. Sie haben nichts mit dem eigentlichen Inhalt eines Beitrages zu tun und zielen hauptsächlich darauf ab, das Opfer zu kränken und zu Fall zu bringen. Die feige Art, seine Meinung preiszugeben. Nur deswegen schon erbärmlich, weil man nicht einmal mit seinem Namen zu etwas stehen kann.

Wieso schreibe ich das?
Zwar musste ich mir auch schon einige solcher sehr bösen Kommentare und Aussagen gefallen lassen, trotzdem fühle ich mich als (momentan noch) unbetroffen. Einerseits machen mich diese Kommentare wütend, egal wo und bei wem ich sie sehe. Anderseits macht es mich traurig zu wissen, dass sich einige meiner „Freunde“ als solche abgeben, jedoch das Internet als anonymen Weg nutzen, mich online fertig zu machen.
Dass es mich wütend macht, zeige ich auch. Kürzlich habe ich mir auf Youtube ein Video angeschaut, in welchem ein bekannter ‚Beauty-Guru‘ ihre neue Kosmetik-Linie vorstellte. Man sah es ihr an, sie war stolz auf sich. Um sich diesen Traum zu verwirklichen hatte sie jahrelang dafür gearbeitet. Sie hatte 100erte Videos gedreht, ihre Leidenschaft mit Millionen interessierten Usern geteilt. Nicht umsonst hat sie bis heute 1.2 Millionen Abonnenten! Nebst den guten Kommentare häufen sich jedoch die bösen. Und die sehr bösen, beleidigenden.
In einem Video zeigte sie nun ihre neue Make-up Kollektion und ein Kommentar dazu lautete:

„I’ve seriously lost interest in watching your youtube videos. :/ All you do is ADVERTISE, ADVERTISE, ADVERTISE! Why don’t you just do what you do best and make us smile! I preferred makeup tutorials, hair tutorials, anything related to beauty because THATS WHAT THIS CHANNEL IS ABOUT. Not advertising? >.<

DAS macht mich wütend, also schrieb ich ihr zurück und es ergab sich daraus eine kleine Konversation. Ich entschuldige mich für die bösen Ausdrücke. Auch wenn sie verdient sind. Ich bereue nichts.

Ich: Dear Hater. OMG then don’t watch the videos!! What is your problem? It’s not on you defining what this channel is about!

Sie: So you admit its full of her advertising her own products? ;)

Ich: Yes I do, but the thing is, that she can do whatever she wants! It’s her channel. She worked hard for her dreams coming true. Seriously…. nobody needs those stupid hater bitches like you are one! It’s not my problem that you didn’t reach anything, and Blair did!!

Immer wieder passiert es leider, dass Blogger nicht mehr mit solchen Kommentaren umgehen können, oder auch wollen. Sie legen eine Pause ein, oder geben sogar ganz auf. So hat erst kürzlich eine Bloggerin, deren Beiträge ich sehr gemocht habe, sich mit folgenden Worten verabschiedet:

„(…) Seit fast 2,5 Jahren ist dieser Blog nun mein liebstes Hobby gewesen, etwas, was mir Entspannung und Freude neben meinem Job und dem Alltag beschert hat. (…) So war und blieb dieser Blog für mich immer etwas freiweilliges, ungezwungenes; ein Medium um meine Leidenschaft für Kosmetik und Beauty mit einer breiten Masse zu teilen. (…) Inzwischen bin ich aber an einem Punkt, wo die Masse der persönlich angreifenden, provozierenden, beleidigenden Vorfälle- sei es hier als Kommentare (die aufgrund ihrer krassen Natur z.T. nicht mal freischaltbar waren für mich), per Email, Twitter, in Foren oder in den Kommentardiskussionen auf anderen Blogs erdrückend wird und mich persönlich dahin gebracht hat, mich zu fragen, warum ich dieses Hobby weiterhin verfolge. (…) haben es für mich nun klar gemacht: ich höre auf, zu bloggen.“

So etwas macht mich wirklich traurig. Sie haben es geschafft und schaffen es immer wieder. Blogger/innen, Autoren/innen, Youtuber/innen und andere, trotz (oder eben wegen) Erfolg, zu vernichten.

Und das klingt jetzt vielleicht kitschig und dumm, aber liebe Bloggerinnen und Blogger, und alle anderen die ein ähnliches Hobby besitzen und vielleicht auch unter solchen Kommentaren leiden… Gebt deswegen nicht auf! Auch wenns manchmal schwer fällt, ignoriert diese Aussagen und konzentriert euch auf die positiven. Bedankt euch für die schönen Beiträge und freut euch über die netten Kommentare, denn DAS sind die Leute, die ihr ansprecht und inspiriert! DAS sind die Leute, die eure Arbeit schätzen und euch unterstützen!
Und vergesst nie: Habt ihr Hater, so habt ihr Erfolg. „Haters make you famous!“

 

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  • { 2 Kommentare… lies sie oder schreibe einen }

    1 Bella Snow 21.01.2013 um 18:33

    Zum Glück bin ich von solchen Kommentaren bisher so gut wie verschont geblieben.
    Allerdings darf man solchen Hatern auch möglichst gar kein Futter geben, deshalb blogge ich zB. fast gar nicht über persönliches, welches Angriffsfläche geben könnte. Manche stellen ja fast ihr ganzes Privatleben online. Natürlich finden solche Leute immer etwas über das sie sich aufregen können aber ich sag mir immer „Don’t feed the trolls“.
    Ich schalte solche Kommentare grundsätzlich nicht frei und gehe einfach gar nicht darauf ein. Ich würde auch niemals Blogeinträge darüber schreiben „Hater XYZ hat mir mal wieder das und das geschrieben“. So kriegen die Leute nur die Aufmerksamkeit, die sie haben wollen. Indem man es einfach ignoriert kann man das schon ein bisschen minimieren.
    Vor allem denke ich mir auch immer, wie du oben schon schriebst, dass die Leute die den eigenen Blog lieben sind sooo viel mehr als diese Leute, die nichts besseres in ihrem Leben zu tun haben. Ich verstehe auch nicht, warum diese Leute dann immer wieder auf den Blog gehen und sich erstmal aufregen. Sollen sie doch einfach gehen, das rote X oben rechts drücken und auf Blogs/Webseiten gehen, die ihnen gefallen. Zwingt sie ja niemand den Blog zu lesen …

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    2 Karin M. 25.01.2013 um 13:17

    Ich werde in letzter Zeit auch oft von ehemaligen Schulkameraden, oder Bekannten angesprochen, warum ich um himmelswillen blogge…?! Ob ich Aufmerksamkeit brauche etc, ich hätte das doch gar nicht nötig. Und das ich viel zu privat bin.. Ich bin überhaupt nicht zu privat und wenn auch?! Wie du sagst, jeder kann in seinem Blog schreiben was er will. Ich frage dann immer zurück, ja aber du liest mein Blog?! Wenns dich stört, dann klick nicht mehr rein und lass es…

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