DO’s und DON’Ts in der Hauptstadt der Coolen: BERLIN

Von Delia · 1 Kommentar

Entschuldigt die lange Schweigepause meinerseits, ich habe allerdings eine gute Entschuldigung. Ich habe mich nämlich (trotz gerissenen Bändern an beiden Füssen- autsch) in das Abenteuerland Berlin gestürzt.
Vor dem Trip hab ich mich natürlich reichlich über Must-sees und vermeidliche Faux-pas informiert, wobei ich am eigenen Leib erfahren musste, dass uns diese vielen Reiseführer einige (wichtige) Details verschweigen.
Hier also meine ganz persönliche DO und DON’T Liste, rund um die Hauptstadt der Coolen, Berlin!

DO’s

Sofort nach der Ankunft: Karte schnappen und studieren.
Auch wenn die Angst besteht damit lächerlich auszusehen glaubt mir: Wenn man in etwa weisst wo das Hotel, der Alexanderplatz, Neuköln und das Brandenburger Tor liegen kann man sich mit dem ÖV schon nach einigen Stunden wie ein Profi durch die Grossstadt kämpfen. Wichtig ist dabei nur eines: Einen Moment Zeit nehmen, die Karte oder den Fahrplan der Bahnen öffnen und überlegen dir wo hin es geht und wie man am besten dort hin gelangt. Nach Ein oder Zweimal fühlst man sich schon fast wie zu Hause und kann die Aussicht geniessen, ohne Angst haben zu müssen sich zu verlaufen. Denn wer die Stadt am Tag gut kennt, kann sie auch in der Nacht beherrschen.

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ÖV ist golden.
Für 6.50 Euro bekommt man eine Tageskarte für die U- wie aber auch S- und M-Bahn (U-Bahn, Strassenbahn und Tram)
für die Zonen A und B welche (ausser man besucht seine Grossmutter am äussersten Fleck Berlins) für so ziemlich alle Sehenswürdigkeiten ausreichen. Welche Zonenkombination man auch immer wählt, eins ist klar: Ohne ÖV geht gar nichts und auch Badboy-Aktionen wie ohne Fahrschein einfach mal einzusteigen sind nicht gerade kluge Abenteuer. Kontrolleuere gibts in Berlin reichlich und obwohl die Strafe mit 80 Euro eher „mild“ ausfällt, kann sie einem schon mal einen schönen Strich durch die Rechnung machen.
PS: am Wochenende lohnt sich die Tageskarte doppelt denn in Berlin fahren dann alle Bahnen die ganze Nacht hindurch.

 

– Lass dich von der Stadt entführen: nichts ist so wie zu Hause und das ist gut so!
Es werden ganze Bücher darüber geschrieben wo man nun das Beste Essen oder den Besten Klub Berlins finden kann und diese Tips können sehr hilfreich sein doch der wichtigste Tip von allen ist sich einfach mal verführen zu lassen. Wenn man plant das Brandenburger Tor zu besichtigen sollte man schon bei der Station Postdamerplatz aussteigen und den Rest des Weges laufen. Obwohl es hier speziell viele Sehenswürdigkeiten enormer Grösse und Bedeutung gibt ist Berlin in einer Ansicht genau wie jede andere Stadt auch: die kleinen Dinge und Orte, diejenigen die das Leben der Stadt ausmachen sind um einiges sehenswerter. Schreckt also nicht vor einem kleinen Mitternachtssnack in der Pizzabude oder einem Einkauf im Schnäppchenriese zurück, denn all das ist das wahre Berlin.

 

Und noch einen besonderen Ausgangstip weils so schön ist: Salon zur Wilden Renate im Südosten der Stadt. Im Grunde ist es ein kleines Lokal, übersprudelt mit Kunst, Musik, Alkohol und schrägen Menschen- im Grunde. Mehr als alles andere ist es allerdings unbeschreiblich also fragt nicht sondern geht einfach. Ach, und das Lokaleigene Labyrinth? Totally worth it!

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DON’Ts

 Erwarte nicht zu viel von historischen Orten- die Geschichte wurde längst neu geschrieben.
Obwohl man in der gesamten Stadt Attraktionen findet sind diese sehr oft überfüllt mit Touristen und bekommen dadurch (auch wenn dies unfreiwillig geschieht) eine ätzende Falschheit verpasst.
So ist der weltberühmte Checkpoint Charlie zum Beispiel nicht nur aus Plastik wieder aufgebaut und von Schauspielern in lächerlichen Uniformen besetzt sondern auch umströmt von Touristen. Einen Blick mag es wert sein, einen ganzen Nachmittag nicht. Und zu allem Überfluss sind die Fotos und Souvenirs so überteuert dass man fast schon lachen muss. Fast.
Einzige Ausnahme: die East Side Gallery- das 1.3km lange Stück der Berliner Mauer ist definitiv einen Besuch wert. Hier kann man die Geschichte nicht nur sehen sondern auch fühlen. Und wen die Geschichte und Kunst nicht interessiert hat reichlich zu tun mit Tourist-watching, denn das posen und ‚föttelen‘ der Touris ist schon fast eine eigen Attraktion.

 

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– Sass-Mode ON: lass die Übertriebene Freundlichkeit zu Hause, geschätzt wird sie hier nicht.
Es ist kein Geheimnis dass wir Schweizer manchmal übertreiben mit unseren „äxcüsis“, „sorrys“ und „ah das tued mer aber leids“ aber in den meisten fremden Städten kommt die Freundlichkeit trotzdem gut an. Nicht aber in Berlin. Nun, versteht mich nicht falsch: ich will damit nicht sagen dass ihr bei jeder Gelegenheit eure inneren Zicken rauslassen sollt. Im Gegenteil, was die Leute in Berlin verkörpern ist der Sass. Wenn du also vergebens in deiner Tasche nach ein paar Euros suchst und dich der Verkäufer der Currywurst komisch von der Seite anmacht, du sollst dich beeilen, lass dich nicht stressen. Ignorier ihn oder zeig ihm dass er dich nicht so anzumotzen hat, denn Berlin ist voll von Menschen die glauben sie können sich alles leisten. Wer nicht für sich aufsteht geht unter und in vieler Hinsichten ist es genau das was die Stadt so lebhaft macht. Nimm dir was du willst, wie du es willst aber vergiss dabei eins nicht: Sassy ist gut, bitchy nicht.

 

– Die süssen Männchen sind zwar süss, eigentlich aber ziemlich nutzlos.
Ihr habt es vielleicht schon geahnt, und wer auch schon in Berlin war kennt es bestimmt auch selbst. Die kleinen Männchen von denen hier die Rede ist sind die Ampeln der Grossstadt. Verkaufsschlager in Touristenshops? Bestimmt! Hilfsmittel um sicher die Strasse zu überqueren? Kaum.
Die Autos rasen vorbei, 4 Ampeln an einem Strassenübergang, man hat grün an einer Ampel für gefühlte 2 Sekunden und schon rasen die Gegenfahrzeuge (rücksichtslos wie in kaum einer anderen Europäischen Stadt) an einem vorbei. Sicherheitsvorschriften gibt es hier entweder gar nicht oder sie werden einfach eiskalt ignoriert. Einzige Devise: Schau auf dich selbst- erst dann laufen wenn du sicher bist dass kein Auto kommt und ja, wenn nötig auch beim roten Männchen. Wichtig ist nur das Aufpassen, denn auch bei nervigem Warten an der Strasse wäre das Ende des Trips im Spital bestimmt noch um einiges nerviger.

Alles in allem war der Trip ein voller Erfolg und ich kann die Stadt der tausend Möglichkeiten jedem empfehlen der Lust hat etwas neues zu entdecken!
Wer noch mehr Tips und Tricks will kann diese natürlich bei mir abstauben, hier als Kommentar, per E-Mail oder auf Facebook :)

 

Titelbild via

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  • { 1 Kommentar… lese oder schreibe einen }

    1 Julie 03.04.2013 um 19:54

    & must have für Berlin: Kompass!

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