Stefanie Jäger und ihre krabbelnde Mode

Von Delia · 1 Kommentar

Was haben Kim Kardashian (die durch absolutes nichts-tun berühmt wurde und nun Millionen schwer ist), und das Kätzchen des Nachbarn welches knapp vor dem Auto über die Strasse rann, gemeinsam?
Sie beide hatte Glück durch Zufall.

Tag ein, Tag aus laufen uns unzählige junge Talente über den Weg. Die meisten bleiben unerkannt und diejenigen die dann erkannt werden, haben oft mit dem „Talent“ Part etwas zu kämpfen.

Allerdings kommt es doch mal vor, dass jemand entdeckt wird der es vierdient hat.
Ein perfektes Beispiel für dieses, leider zu selten vorkommendes, Phänomen ist die junge Designerin Stefanie Jäger.

Nachdem die Künstlerin eine Ausbildung im Finanzbereich abgeschlossen hat wollte sie nicht länger in Langeweile leben und entschloss sich für eine weitere Ausbildung im gestalterischen Bereich.
Architektur war das erste an das sie dachte. Doch wer will schon Häuser konstruieren, wenn man das selbe mit Kleider tun kann?! (Dachte sich zumindest Stefanie).
Und so war es entschieden, ein Modestudium muss her. Nur die Frage wo dieses absolviert werden soll war noch ein Rätsel.
Wer an Mode denkt, kommt höchstwahrscheinlich auf drei europäische Städte: London, Paris und Mailand.

Schliesslich entschied sich das junge Talent für Mailand. „Wegen des Lebensstils und natürlich der Schule“ meint die Designerin. In Mailand besuchte sie die Modeschule Marangoni, eine Privatinstitution welche von Mailand aus Schulen in Modemetropolen über dir ganze Welt hinaus verwaltet. Überzeugt hat dabei vor allem der „harte, stressreiche aber individuelle Lehrstil.“ (klingt nicht gerade nach purem Partyleben…)
Stefanie kann allerdings stolz sein, denn die harte Arbeit hat sich mehr als ausgezahlt!

Mit ihrer Abschlusskollektion „La Metamorphosi“ (Deutsch: Die Verwandlung) brachte sie so manch ein Betrachter zum staunen (mich nicht ausgeschlossen).

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Das Thema ihrer Kollektion war die Natur- speziell die ekligen Gestalten die wir oftmals lieber zerstören als wertschätzen: Die Käfer.

Inspiriert von ihrer farbenfrohen Hülle hat es sich Stefanie zum Ziel gemacht das Image der Winzlingen auf Vordermann zu bringen. Dass ihr dies gelungen ist muss man kaum erwähnen.




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Mich persönlich haben die Stücke sofort überzeugt. Denn nicht nur die Idee ist genial, auch die Textur- und Farbenkombinationen sind fantastisch.

Was Stefanie entdeckt und in ihrer Kollektion auf eine äusserst raffinierte Art und Weise wiedergegeben hat, ist nämlich nicht die „Schönheit“ an sich sondern die Schönheit im Absurden.

Am Ende ist es genau diese Fähigkeit, eine unschöne Sache zu finden, exakt zu beobachten und so umzuwandeln dass sie zu einem Meisterwerk mutiert, welche dem Betrachter den Atem raubt.

Ihre Pläne für die Zukunft sind in weiter Hinsicht, wie sollte es für einen jungen Freigeist auch anders sein, noch ungewiss. Für jetzt wird sie ein Praktikum bei „Ratti SpA“( ein führender Luxus-Texilproduzent, der sich auf Stoffdrucke spezialisiert hat) in der Nähe von Como antreten.

Was auch immer geschieht: ich jedenfalls bin schon jetzt überzogen davon, dass Stefanie Jäger ein Name ist den ihr nicht so schnell vergessen sollt.

Wer noch mehr von Stefanie sehen will kann ihre Webseite hier besuchen. (Andererseits, wer will das nicht?)

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Credits:
Photography: Francesco Scontrini
Stylist: Nicolò Andreoni
MUA: Anne De La Parra
Model: Paula @ Numberonemodels / www.stefaniejaeger.ch

 

 

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  • { 1 Kommentar… lese oder schreibe einen }

    1 Ester 26.07.2013 um 20:23

    Great editorial!

    SHE WALKS Blog

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